Feste Zahnspange: Brackets, Behandlungsdauer & Reinigung

Mittels festsitzender Zahnspange können wir Zähne in die richtige Position bringen. Im Gegensatz zu lockeren Zahnspangen kann mit einer festen Spange der gesamte Zahn, also inklusive der Zahnwurzel bewegt werden. Dabei ist wichtig, dass der Zahnwechsel bereits abgeschlossen ist. Müssen aufwendige Anpassungen vorgenommen werden, ziehen wir meist feste Zahnspangen vor.

Folgende Anpassungen können mit einer festen Zahnspange gemacht werden:

  • Änderung der Position der Zahnwurzel im Kiefer
  • Zähne drehen
  • Zähne in den Kiefer zurückbewegen
  • Zu kurze Zähne zum Herauswachsen anregen

Eine feste Zahnspange eignet sich daher bei Korrekturen sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene.

Feste Zahnspange Herne

Wie wird eine feste Zahnspange eingesetzt?

Bevor wir entscheiden, welche Zahnspange die richtige Wahl ist, untersuchen wir die Mundsituation des Patienten. Hier können Röntgenbilder sowie Modelle und Fotografien von Gesicht und Zähnen helfen. Der Heil- und Kostenplan stellt schließlich unsere abschließende Empfehlung dar. Diesen könne Sie bei Ihrer Krankenkasse einreichen.

Das Einsetzen einer festen Spange dauert zwischen einer und zwei Stunden. Zuvor reinigen und polieren wir die Zähne. Anschließend bereiten wir die Zahnoberfläche mit einer verdünnten Säure auf den Kleber vor. Dieser hält die Brackets – kleine Halterungen – später fest auf dem Zahn. Nachdem alle Brackets auf die Zähne aufgeklebt wurden, kann nun der Draht eingesetzt werden. Mittels Ligaturen, Alastics und Elastics wird der Edelstahldraht an den Brackets befestigt. Dieser sorgt dafür, dass sich die Zähne allmählich in die richtige Richtung bewegen.

Alles rund um Brackets

Als Brackets werden kleine Halterungen bezeichnet, die wir auf den Zahn aufkleben. Das Aufkleben verursacht in der Regel keine Schmerzen, allerdings kann eine feste Zahnspange durchaus hin und wieder etwas zwicken. Brackets sind für viele Patienten ein großes Thema – sind sie doch mit das Auffälligste an der festen Zahnspange.

Brackets: Materialien und Größen

Mittlerweile variieren Brackets in Material und Größe. Klassischerweise bestehen die kleinen Halterungen aus Metall, es gibt sie in normaler Größe oder als Minibrackets. Brackets aus Keramik sind hingegen transparent, also durchsichtig oder zahnfarben. Dadurch fallen sie weniger auf, sind allerdings anfälliger gegen sehr harte Nahrungsmittel und können daher leichter kaputtgehen.

Selbstligierende Brackets

Selbstligierende Brackets können ohne weitere Hilfsmittel wie Ligaturen, Alastics und Elastics eingesetzt werden. Sie bestehen aus Metall oder Keramik und „wissen“, in welche Richtung sie den Zahn verschieben müssen. Mittels eines kleinen integrierten Clips wird der hochelastische Behandlungsbogen auf den Brackets fixiert. Die Krafteinwirkung kann hiermit reduziert werden, es treten allgemein weniger Schmerzen durch die Verschiebung der Zähne auf.

Lingualbrackets

Bei der sogenannten Lingualtechnik werden die Brackets auf die Rückseite der Zähne aufgeklebt. Damit ist die Zahnspange quasi unsichtbar und wird daher besonders in der Kieferorthopädie für Erwachsene geschätzt.

Die Krankenkassen zahlen nicht jede Art Brackets

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen normalerweise die Regelversorgung – also die üblichen Metallbrackets und auch das nur für Kinder bis 18 Jahre bei einem Grad der Fehlstellung 3 bis 4. Die Kosten für alle anderen Materialien oder Größen sowie selbstlegierende Brackets müssen die Patienten meist selbst tragen – ebenso wie die Behandlung mit Lingualbrackets. Eine Zahnzusatzversicherung kann hier sinnvoll sein.

Festsitzende Zahnspange: Schmerzen und Tragedauer

Nach dem Einsetzen der festen Spange kann es zu Reizungen des Zahnfleisches und der Zunge kommen. Mundspülungen können das Problem beheben. Da eine Zahnspange die Zähne im Kiefer bewegt, treten durchaus leichte Schmerzen auf. Dies gilt für die Tage nach dem Einsetzen ebenso wie für die Zeit nach Anpassungen der Zahnspange in unserer Praxis in Herne. Meist sind die Spannungen jedoch gut auszuhalten. Andernfalls vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Praxis, sodass wir entsprechende Anpassungen vornehmen können.

Wie lange eine Zahnspange getragen werden sollte, hängt immer von der Ausgangssituation ab. Ein Richtwert liegt zwischen 1,5 und 2,5 Jahren. Der Vorteil der festen Zahnspange liegt hierbei in der relativ kurzen Behandlungsdauer. Mit einer herausnehmbaren Spange kann die kieferorthopädische Therapie oft länger dauern – nicht zuletzt, weil diese nicht permanent im Mund sitzt.

Richtige Reinigung für festsitzende Zahnspangen

Die korrekte und gewissenhafte Pflege ist bei festsitzenden Zahnspangen besonders wichtig. Denn in den Drähten und Alastics bzw. Elastics sowie rund um die Brackets setzen sich leicht Nahrungsreste ab. Hinzukommt, dass sich die Zahnbürste oft nur schwer an den Zähnen entlang führen lässt. Hier ist Geduld gefragt. Eine elektrische Zahnbrüste kann den Vorgang erleichtern – Mittlerweile gibt es hier besondere Brüstenköpfe für feste Zahnspangen. Kleine Bürstchen helfen, Essensreste zwischen Drähten und Zähnen zu entfernen.

Welche Vor- und Nachteile hat eine feste Zahnspange?

Feste Zahnspangen haben den Vorteil, dass man sie nicht verlieren kann. Sie verkürzen die Therapiezeit und liefern ein sehr gutes Ergebnis. Der Nachteil ist, dass man täglich mehr Zeit in die Mundhygiene investieren muss und dass die Brackets von außen sichtbar sind.

Sie haben Fragen zur festen Zahnspange? Rufen Sie uns jederzeit an und vereinbaren Sie einen Termin – wir beraten Sie gerne in unserer Praxis für Kieferorthopädie in Herne!

Sie haben noch weitere Fragen?

Gerne beantworten wir diese telefonisch unter 02323-14020 oder in einem persönlichen Beratungstermin vor Ort bei uns in der Praxis. Sie können uns auch per E-Mail unter info@praxis-hinz.de kontaktieren. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!